Man sieht zu gern in andre Fenster,
und hört so gern fremde Geschichten,
und sofort tanzen die Gespenster,
und Wahrheit lässt sich nicht mehr lichten.
Wie schnell ist aus ner kleinen Maus,
ein Elefant geworden,
und jeder geht zurück ins Haus,
hält seine Fehler gut verborgen.
Man reitet gern auf andre Kosten,
echauffiert sich über dies und das,
verlässt nur ungern seinen Posten,
macht sich nicht gern die Füße nass.
Warum nicht mal das Wort ergreifen,
sich schützend vor den Andren stellen?
Zu viele tun doch davor kneifen,
woll’n lieber mit der Masse bellen.

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