So lang das Feuer in uns lodert,
ist das Leben lebenswert,
man fühlt sich durchaus voll gefordert,
bemüht um das, was man begehrt.
Doch unsere Flamme sie wird kleiner,
wenn unser Alter vorwärts schreitet,
das Nervenkostüm auch das wird feiner,
und manche Wahrnehmung uns entgleitet.
Man muss sich plötzlich neu sortieren,
die Langsamkeit nimmt Oberhand,
und viele Zipperleins campieren,
und unser Hirn wird weich wie Samt.
Erinnerungen kommen, gehen,
man lebt öfters im Rückwärtsgang,
man bleibt an vielen Stationen stehen,
lauscht sinnend dem vergangenen Klang.

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