Herz5

Sie lässt nur ihre Blicke schweifen,
weit übers Meer und himmelwärts,
Möwen ihren Blick begleiten,
sie spüren nicht ihr’n tiefen Schmerz.
Sie will nicht von ihm Abschied nehmen,
ihn gar aus ihrem Herz entlassen,
doch mag sie sich auch nicht mehr grämen,
und immer nach ’nem Strohhalm fassen.
Sie möcht in Zweisamkeit ihn lieben,
das ist ihr aller größter Traum,
möcht sich in seinen Armen wiegen,
sag Meer, bleibt dafür gar kein Raum?
Warum bleibt dieser Wunsch verwehrt,
sie weiß, er liebt sie ebenso,
was ist an ihrem Traum verkehrt,
dass er versinkt im Nirgendwo?
Komm Wind, trag ihren Schmerz zu ihm,
ihr Wellen spült ihn ihm zu Füßen,
sie hat ihm alles schon verziehn,
kommt Wolken sagt, sie lässt ihn grüßen.

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