weihnachten1

Die Bäume kahl, kein Vogel singt,
es regnet ohne Ende,
in mir die gleiche Wehmut klingt,
so, wie’s das Wetter sendet.
Ich trauer nicht dem Sommer nach,
nur seinen bunten Farben,
jetzt liegen alle Felder brach,
und alle tun nach Blumen darben.
Doch bald da kommt die Glitzerzeit,
die Stadt erstrahlt im Flimmerlicht,
es blinkt und flackert weit und breit,
man ahnt – Weihnachten ist in Sicht.
Wenn Weihnachtsmärkte offen sind,
die Glühweinstände dampfen,
die Zuckerwatte noch geschwind,
und bei der Kälte mit den Füßen stampfen.
Dann ist sie da die Gemütlichkeit,
zwischen Tannen und dem Karussell,
die Seele öffnet sich ganz weit,
plötzlich verrinnt die Zeit sehr schnell.
Auf einmal ist das Jahr zu Ende,
der letzte Tag im Jahr bricht an,
man erhofft sich eine Wende,
und steht aufs neue seinen Mann.
Des Lebens Kreislauf beginnt von vorn,
für Mensch, und Tier, und der Natur,
bald wächst schon wieder unser Korn,
oh ja, nur das ist Leben pur.

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