SU3

Flüsternd lässt der Wind die Sonne gehen,
die Wellen schaukeln zum Abschied ihr zu.
Wolken fast im Spaliere stehn,
sie gönnen der Sonne die Ruh.
Der Mond steht schon seit Stunden parat,
in der Hand sein silbernes Licht,
er wartet geduldig, wie er’s schon immer tat,
ihn stört die lange Wartezeit nicht!
Er sieht dort unten Vater und Sohn,
träumend in die Sonne versunken.
Auch er liebt die Stimmung seit Ewigkeit schon,
und schickt schon vorab ein silbernes Funkeln.
Er paart sich mit der Sonne Schimmer,
und ruft endgültig die Nacht herbei.
So war es, so ist es, so bleibt es für immer,
und sie versinkt mit dem letzten Möwenschrei.

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