Blatt1

Sonne und Wolken im Wechselspiel,
Wind mal stürmisch, mal mild.
Blätter die raschelnd vom Boden fliehn,
führen nur eines im Schild.
Sie lassen für dies Jahr die Natur versterben,
für jeden sichtbar und ohne Verdruss.
Und doch ist es des Neubeginns werben,
liebevoll, wie ein versöhnender Kuss.
Ich denke an das Leben und Sterben,
an das ewige Kommen und Gehen.
Nein, es sind nicht des Jahres Scherben,
sondern die Gnade, das Neue zu sehen.
Ich sehe dankbar auf jedes Blatt,
das sich mit letzter Kraft krümmt.
Ich seh welche Aufgabe es hat,
für den Kreislauf der wieder aufs Neue beginnt.
Ich danke ein Teil dieses Ganzen zu sein,
ein Rädchen in dieser großen Natur.
Ich bin bemüht von Vorteil zu sein,
für all dieses Leben pur.

 

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