Garten

Triebfeder meines Lebens war,
den Sinn des Lebens zu erforschen.
Es ist ein Endlos-Seminar,
denn ich muss mir allein gehorchen.
Ich muss mich immer neu bewerten,
Getanes oftmals hinterfragen.
Ich bau an wunderschönen Gärten,
und hoff, dass sie mal Früchte tragen.
Es ist ein üben, revidieren,
gelingen und auch oft versagen.
Mal tu ich manches ruinieren,
muss es frustriert zu Grabe tragen.
Doch manchmal hab ich das Erkennen,
den Durchblick, wie man es so nennt.
Dann kann ich Spreu vom Weizen trennen,
weil meine Lösungsfackel brennt.
Das ist der Motor meines Lebens,
der Antrieb der mich vorwärts drängt.
Alles andre wär vergebens,
weil‘s mich in enges Denken zwängt.

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