Wiese1

Manchmal, wenn alle Stimmen schweigen,
die Leere jede Sicht versperrt,
wenn sich alte Dämonen zeigen,
dein Lächeln zeigt sich gramverzerrt.
Dann breite deine Flügel aus,
erhebe dich aus deinen Tiefen,
denn du bist Herr im eignen Haus,
lass einfach deine Tränen fließen.
Du hast dich ihnen lang verweigert,
sie dir als Schwäche ausgelegt,
hast dich in Härte reingesteigert,
hast dich auf Steinen nur bewegt.
Flieg hin zu einer grünen Wiese,
bewege dich im zarten Gras,
erfahr des Windes leichte Brise,
erlebe neu, was du vergaßt.
Zeig deiner Seele deine Tränen,
gib ihnen die Berechtigung,
sie geben frei dein ganzes Sehnen,
glaub mir, es ist wie ein Befreiungssprung.

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