Kranz


Oft ist es ein Geruch, ein Wort,
der Blick in fremde Spiegel,
und die Gedanken fliegen fort,
und öffnen alte Siegel.
Man muss es dann geschehen lassen,
betrachten wie ein altes Bild,
nicht verdammen, oder hassen,
sonst wird man davon zugemüllt.
Man sollt es sehen wie ein Kranz,
der Blüten unseres Lebens hält,
die Vielfalt gibt erst seinen Glanz,
und klar, sind da schon manche welk.
Nicht alle Blüten können strahlen,
solch ein Leben gibt es nicht,
es gibt halt auch die farblich Fahlen,
doch fallen sie nicht ins Gewicht.
Letztendlich ist er farbenfroh,
zeugt vom erfülltem  Lieben,
denn er besteht nicht nur aus Stroh,
man darf ruhig seinem Charm erliegen.

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