fehlbar

Wenn ich hier übers Leben schreibe,
heißt das nicht: Ich kenn mich aus,
auch ich oft auf der Strecke bleibe,
und verdiene kein Applaus.
Ich weiß zwar wie das Leben tickt,
und manches laufen sollte,
doch auch mich der Hochmut zwickt,
weil ich der Achtsamkeit nichts zollte.
Ich bemühe mich fürwahr,
das Gute stets zu leben,
und übe stetig Jahr um Jahr,
doch wie oft greif ich voll daneben.
So ist der Mensch, fehlbar und klein,
er will an Größe stets gewinnen,
und oftmals, ja, da seh ich’s ein,
nicht alles kann ich selbst bestimmen.
Ich bin ein kleines Teil vom Ganzen,
und schwimm oft mit den Massen,
sollt öfters aus der Reihe tanzen,
und doch tu ich es lassen.

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