Weg1

So vieles hätt ich gern geklärt,
so vieles nachgefragt,
doch etwas hat sich stets gewehrt,
und ich hab nichts gesagt.
So manches hätt ich gern gegeben,
zur Hilfe und zur Freude,
doch ich stand oftmals nur daneben,
und blieb ein stiller Zeuge.
Ich hab so viel vertagt im Leben,
zu viel gewartet, statt zu machen,
vergaß mein Ego oft zu pflegen,
konnt nie mein Feuer selbst entfachen.
Und doch ist vieles mir gelungen,
hab vieles auf den Weg gebracht,
sprach niemals mit gespaltnen Zungen,
hab ihn gefunden meinen Platz.
Das Leben bahnt sich seinen Weg,
und du musst mit ihm schreiten,
dein Schicksal ist es, was dich trägt,
ihm kannst du nicht entgleiten.

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