ordnung

Es gibt eine Anzahl von Leuten deren Lieblingswort -hätte- und -wollte- ist.
„Das hätte ich nachher noch gemacht.“ oder „das wollte ich gerade tun.“ hört man immer dann, wenn man von Anderen etwas weggeräumt, aufgehoben, oder sauber gemacht hat.
Es dauert eine ganze Weile bis man bemerkt, dass dahinter Strategie steckt.
Die Faulheit des Anderen wartet nämlich so lange, bis man sich erbarmt und handelt.
Anstatt eines: „Dankeschön! Das war echt nett!“ kommt dann: „Das hätte ich nachher noch gemacht.“, oder „das wollte ich gerade tun!“
Beim Ersten, Zweiten und Dritten Mal glaubt man das ja noch, aber dann wird man hellhörig, und fängt an dieses Verhalten zu beobachten.
Und die Strategie dahinter wird sichtbar!
Diese Menschen wollen weder bitten, noch sich bedanken. Sie verstecken ihr Unvermögen einfach hinter den Worten: hätte… und wollte…
Vielleicht haben sie dieses Verhalten schon so verinnerlicht, dass sie wirklich glauben, sie hätten es gleich gemacht. -grins-
Ich „bewundere“ die Ausdauer mit der sie über etwas hinwegsehen können in der Hoffnung, ein anderer wird es schon für sie tun.
Es ist nicht leicht diesen Verhaltensmustern Gleichgültigkeit entgegen zu setzen.
Aber wenn man diese Menschen nicht weiter in ihrem egoistischem Gehabe bestärken will, muss man „Flagge zeigen“.
Dabei gibt es nur zwei Möglichkeiten: Den Menschen direkt darauf anzusprechen, was oft zu Streit, unrentablen Diskussionen und Ausreden führt, oder mit Nichtbeachtung seiner Faulheit zu signalisieren: Ich bin nicht dein Lakai.
Beides ist schwer!
Aber wenn man seine Gutmütigkeit nicht ausnutzen lassen will, muss man Grenzen setzen.
Ich wünsche jedem dabei gutes Gelingen   –   einschließlich mir!

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