träumen1

Auf des Adlers großen Flügeln,
möcht ich reisen durch das Land,
möcht den Regenbogen bügeln,
Schneeflocken fangen mit der Hand.
Ich möchte auf den Wolken sitzen,
sogar vielleicht auf Wolke sieben,
möcht mit dem Wind durch Äste flitzen,
und mich mit den Gräsern wiegen.
Doch ich sitz hier so ganz verträumt,
lass meine Seele baumeln,
die Phantasie schon überschäumt,
und die Gedanken lustlos taumeln.
Für ein Moment war ich ein Kind,
so schranken- und gedankenlos,
war für die Realität ganz blind,
und hielt die Welt auf meinem Schoß.
Nun ist der Traum vorbei geflogen,
muss schnell zurück zu Haus und Herd,
ich hab’s genossen – ungelogen,
mal so zu träumen war es wert.

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