Faust

In deiner Stimme liegt viel Trotz,
ein stetes Aufbegehren,
es ist wie ein verrostetes Schloss,
und wird dich innerlich verzehren.
Öffne doch mal deine Faust,
zeig deine schönen Hände,
was nutzt es wenn du um dich haust,
mach dem Dilemma doch ein Ende.
Mit offner Hand kannst du empfangen,
streicheln und auch Glück verschenken,
die Faust lässt dich nur mehr erkranken,
wird dich in Selbstmitleid ertränken.
Was deine Faust so krampfhaft hält,
ist alter Frust von alten Jahren,
’s wird Zeit das er zusammenfällt,
lass ihn doch einfach fahren.

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