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Weihnachtsfrieden.

Die Natur haucht aus, es ist vollbracht,
des Jahres Arbeit ist getan,
Schneeflocken fallen still und sacht,
verbreiten ihren weißen Charm.
In der Luft hängt Plätzchenduft,
und in den Fenstern flackern Kerzen,
ein Flötenspiel schwingt durch die Luft,
es ist die Zeit der offnen Herzen.
Man sieht nur freudige Gesichter,
hört Kinderlachen weit und breit,
an den Tannen glitzern Lichter,
vergessen ist fast jeder Streit.
Den Frieden, den man derzeit spürt,
sollt man ins neue Jahr reintragen,
er ist’s, der unser Leben kürt,
und nicht zwei schöne Weihnachtstage.
Was nützt das kollektive Freuen,
Geschenke machen, in sich gehn
,
wenn wir im nächsten Jahr uns scheuen,
den Mensch wie heut, als Mensch zu sehn.

 

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