Spuren

Es ist mein Leben, sind meine Spuren,
die heute prägen mein Gesicht.
Manchmal war es wie tausend Huren,
dann wieder wie ein Traumgedicht.
ich seh so manchen tiefen Krater,
der mich noch heut zum Stolpern bringt.
Es ist wie schwerer Muskelkater,
der mich gekonnt zu Boden zwingt.
Will ich auf meinen Spuren wandeln,
weise und mit klarem Blick,
riecht’s  manchmal nach gebrannten Mandeln,
dann wieder packt’s mich im Genick.
Es war nicht alles Gold was glänzte,
und Vieles war aus Wut geboren.
Auch wenn ich oft die Einsicht schwänzte,
nie hab ich wirklich viel verloren.
Es waren all die guten Geister,
Menschen, die mir zugetan.
Sie waren für mich große Meister,
die hinter meine Mauern sahn.
Heute steh ich auf der Zielgeraden,
kann’s Ende in der weiten Ferne sehn,
noch bin ich ziemlich voll beladen,
doch werd ich mutig weitergehn.

 

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