wochenmarkt

„Mama, ich will den Apfel!“  sagte der kleine Junge und zeigte auf einen besonders schönen Roten.
„Wir haben zuhause noch Äpfel!“ antwortete die Mutter ruhig.
„Mama, kann ich dann einen Pfirsich haben?“ und wollte ihn schon in die Hand nehmen.“
„Die sind noch zu teuer! Wir müssen noch ein bisschen warten.“
„Mama, ich möchte Blumenkohl!“
„Blumenkohl hatten wir doch erst gestern!“
„Mama, dann will ich die Weintrauben!“
„Die isst du doch sowieso nicht!“
„Dann will ich die Tomaten Mama!“
„Tobias du nervst! Warum willst du auf einmal irgendwelches Obst?“
Der kleine Junge nahm ihre Hand und zog sie zurück zu dem Stand mit den Äpfeln.
Dort stand ein kleines Mädchen und schaute sehnsüchtig auf die Äpfel.
„Für sie!“ sagte er knapp.
„Kennst du sie?'“ fragte die Mutter.
„Nein! Aber ich weiß das sie gerne einen Apfel hätte, und ich glaube sie hat kein Geld um sich einen zu kaufen.“ und schaute seine Mutter bittend an.
„Wo ist denn ihre Mutter?“ und schaute sich suchend um.
Niemand schien sich für das Mädchen zu interessieren, und kein Erwachsener machte den Eindruck zu dem kleinen Mädchen zu gehören.
Sie gingen auf das Mädchen zu.
Vorsichtig beugte sich die Mutter zu ihr runter und fragte: „Wo ist denn deine Mama?“
„Hab keine!“
„Wo wohnst du denn?“
„Weiß nicht!“
Plötzlich kam ein alter Mann herangeschlurft und sagte erleichtert: „Sabrina, da bist du ja! Du sollst doch nicht so weit voraus laufen!“ Und drohte zittrig mit dem Zeigefinger.
„Ich wollte doch nur so gerne den Apfel Opa“ sagte sie sehnsüchtig.
„Es gibt erst nächste Woche Geld mein Kind. So lange müssen wir noch warten!“
Spontan drückte die Mutter Tobias zwei Euro in die Hand, und nickte mit dem Kopf zu den Äpfeln.
Freudestrahlend gab Tobias dem kleinen Mädchen den Apfel, und hüpfte fröhlich und zufrieden an der Hand der Mutter weiter.

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