So weit mein Auge zu blicken vermag,
betrachte ich sie,  – die Wolken am Himmel.
Mitunter sehn sie aus wie Zuckerbelag,
manchmal wie wildreitende Schimmel.
Dann macht das Laufen und Träumen Spaß,
das Rasten an stillen Orten.
Die Seele zeigt sich wie aus Glas,
und beginnt Frieden und Ruhe zu horten.
Doch auch die dunklen Mächte toben dort oben,
schwarz und bedrohlich in ihrer Kontur.
Genauso tut’s oft in meiner Seele brodeln,
und fordert mich auf zur fairen Zensur.
Wenn dann die Sonne ins Meer eintaucht,
ohne der Wolken Verlust.
Dies Bild, in warmen Tönen gehaucht,
macht mir die Ewigkeit bewusst.

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