Wie oft steh ich mir selbst im Weg,
mag keinen kleinen Meter weichen,
auch wenn sich das Gewissen regt,
ich kann mir selbst die Hand nicht reichen.
Ich weiß genau, man soll vergeben,
das was gewesen ist, vergessen,
doch ich zieh tiefer meine Gräben,
bin in meiner Sturheit wie besessen.
Wo ist in solch‘ Momenten meine Güte,
die in mir doch so präsent?
Ist es der Selbstschutz den ich hüte,
oder wiegt nur die Verletzung wie Zement?
Nach außen sag‘ ich: „Ja, ist alles wieder gut!“
und doch bleibt diese tiefe Wunde,
bin nach Jahren noch auf der Hut,
und trau‘ dir keine weitere Runde.

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