Man muss durch dunkle Täler schreiten,
um die Hoffnung zu verstehn,
man braucht all diese schlechten Zeiten,
um dankend dann die Sonne zu sehn.
Hätt ich die Zeiten nicht gehabt,
mir würden manche Kräfte fehlen,
wär an Vielem schlicht verzagt,
hätt nicht erkannt die guten Seelen.
Die Dunkelheit lässt wachsam sein,
schärft Geist und alle Sinne,
man trägt sie mit sich ganz allein,
und freut sich über Zugewinne.
Vergangenheit ist stets präsent,
sticht ab und zu ins Herz,
doch sticht sie nur für ein Moment,
sie ist und bleibt ein alter Schmerz.
Heut dank ich gern für all das Liebe,
für das, was draus geworden ist,
wenn ich mich an das Leben schmiege,
erleb ich, dass man nichts vergisst.

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