Meer1

Es war kein Vorsatz und kein Streben,
in dieses platte Land zu ziehen,
der Drang kam flugs von heut auf eben,
schon ließ ich alles stehn und liegen…
Oh nein, so einfach war es nicht,
ich hab schon sehr viel nachgedacht,
Pro und Kontra lagen dicht,
verbrachte manch schlaflose Nacht.
Vom Großstadtleben in die „Stille“,
dorthin, wo man zur Ruhe kommt,
war das mein echter starker Wille,
zog mich so arg der Horizont?
Oh ja, er zog mich sogar sehr,
das Meer, der Wind und auch das Watt,
die Entscheidung fiel, – war gar nicht schwer,
ich hatt die Großstadt übersatt.
Nun leb ich hier, vom Glück durchtränkt,
hab keine Stunde je bereut,
so ist es wenn das Schicksal lenkt,
man nicht die großen Schritte scheut.
Das Leben zieht dich vehement,
an manch geheime Stelle,
man es auch oft Bestimmung nennt,
deshalb, schwimm mit auf dieser Welle.

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