Krokus

Die Kälte kriecht mir in die Knochen,
lässt mir das Blut in den Adern gefriern,
Winter – heut hab ich dich gerochen,
und würde dir so gerne entfliehn.
Ich mag dein weißes Wintergewand,
klirrend und glitzernd zugleich,
mag Schneebälle formen in meiner Hand,
und schlittern übern Teich.
Doch muss es wirklich sooo eisig sein,
dass man nur zittert und friert?
Kannst du nicht etwas kuschliger sein,
damit man die Lust auf dich nicht verliert?
Ich weiß, du bereitest den Frühling vor,
leise und fast unbemerkt,
gut, dann wart ich auf die Krokusse am Tor,
mit Glühwein und allem Komfort.

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